Geschichte

 

Im Jänner 2007 und 2008 im Theater Rainerum und im Jänner 2009 und 2010 im Theater Cristallo entstanden zwei Festivals al künstlerische und gemeinschaftsstiftende Momente um den „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ bekannter zu machen. Dieser wird von der Kirche am zweiten Sonntag nach dem Fest der Hl. Drei Könige gefeiert. In den vier oben genannten Jahren, jeweils am Ende der mehrsprachigen Hl. Messe, die vom Bischof, zuerst Bischof Egger und dann Bischof Golser, zelebriert wurde, stellten Gruppen verschiedener Nationalitäten traditionelle Tänze, Spiele und Volkslieder auf der Bühne vor. Der immer wachsende Erfolg verlangte immer größere Bühnen und die ersten Versuche Personen und Gruppen verschiedener Religionen zu vereinigen, wurde mit gutem Erfolg angenommen.

 

Die Idee eines Freilicht – Völkerfestes in Bozen entwickelte sich aus der Zusammenarbeit verschiedener Ausländervereine, die in Bozen tätig waren und mit der Unterstützung der Gemeinde Bozen und der Caritas zwei Ausgaben auf dem Gerichtsplatz in Bozen, 2008 und 2009, verwirklichten. Musik in all ihren wunderschönen Klängen, Speisen in ihren typischen Geschmäckern und Handwerk mit seiner bezaubernden Fantasie. Die Farben und die fröhlichen und spontanen Rhythmen konnten nicht fehlen.

 

Mailand, Rom, Verona … und Trient: diese sind einige der berühmtesten Städte in Italien, in denen das „Völkerfestival“ mittlerweile eine Jahrzehnte lange Tradition vorweisen kann. Im Jahre 2011 hat das Völkerfestival in Verona 20 Jahre gefeiert. Viele Bozner und Personen aus anderen Ländern, die in Südtirol leben, konnten in Trient, in der bunten Masse des Messeplatzes, die besten Momente des Festes erleben, das seit 15 Jahren die „Welt“ vereint und uns die Schönheit des Anderen genießen lässt, wo für einen Tag die Andersartigkeit nicht als Problem, sondern als Ressource, als positive Kraft der Kreativität, der Freude und der Kultur gesehen wird.

 

Nach seiner begeisterten Teilnahme im Januar 2010 an der Veranstaltung „Popoli in festa!“ im Theater Cristallo, äußerste Bischof Golser den Wunsch, dass dieses Ereignis möglichst viele der in unserem Land anwesenden Nationalitäten einbeziehen möge, unabhängig von der Religion. Es wurde somit beschlossen, das Fest auf den späten Frühling und ins Freie zu verschieben (auf den Talferwiesen, die Grünzone im Herzen Bozens), mit der Zusammenarbeit von verschiedenen Kultur - , Künstler – und Freizeitvereinen, die hier anwesend sind. Durch die große Anregung zum interreligiösen Dialog von Bischof Golser, wollten wir diese erste Ausgabe mit einem interreligiösen Gebet prägen, auch deshalb, weil im Jahr 2011 der 25.Jahrestag des großen Gebets von Assisi fiel, der von Johannes Paulus II im Jahre 1986 eingeführt worden war.